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Umbau Stadtkirche Glarus (1997)

 

 

 

Stadtkirche Glarus erstrahlt in neuem Glanz

Während fast vier Jahren wurde die Stadtkirche Glarus innen und aussen vollständig restauriert. Die relativ lange Bauzeit ist vor allem darauf zurückzuschliessen dass die Aussensanierung wegen der Schäden am Sandsteinmauerwerk dringend vorgezogen werden musste. Die Aussensanierung dauerte vom 28. August 1995 bis Juni 1997. Die zweite Etappe betraf die Innenrennovation samt Umgebungsarbeiten; sie begann am 18. August 1997 und wurde im Mai 1999 abgeschlossen.

Kosten

Für zusätzliche Auskünfte betreffend der finanziellen Aufwendung geben die örtlichen Behörden, die Bauleitung oder die Fachingenieure sicher gerne nähere Auskünfte!

 

Geschichte

Die Kirche wurde nach dem Brand von Glarus zwischen 1863 und 1866 als paritätische Kirche vom Zürcher Architekten Ferdinand Stadler, einem der angesehensten Architekten der damaligen Zeit, neu erbaut. 1928 vergrösserte man die Orgelempore und "reinigte" das Innere von ursprünglicher Bemalung und Bauzier. Beratender Architekt war damals Prof. Dr. Karl Moser aus Zürich. 1940 mussten infolge eines Grossbrandes der Dachstuhl, die Orgel und die Bänke ersetzt werden. Untersuchungen durch Fachleute der Firma Fontana&Fontana AG, Jona, ergaben nun, dass einzelne Teile wie beispielsweise die Decke des Seitenschiffs noch aus der Stadler-Zeit stammten. Auch der Sternenhimmel von Karl Moser konnte im Chor wieder hervorgeholt werden. Was heute vielleicht bei einigen Erstaunen auslöst, ist der reich bemalte Chor. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Stadtkirche ursprünglich als paritätische Kirche gebaut worden war. Nach Auflösung des paritätischen Verhältnisses 1964 wurde sie dann dem reformierten Gottesdienst angepasst.

 

Technik

Das Architekturbüro F. Schmid + Partner AG zog unter anderen Spezialisten von Anfang an auch einen Akustiker bei, der die Planung fachmännisch begleitete. Beispielsweise musste der Windfang etwas abgeändert werden, damit der Schall sich optimal im Raum verteilen kann. Die neu installierte Beschallungsanlage und auch die Farbe sollte den Klang etwas weicher machen. Zudem hat man mit Messungen eruiert, wieviele Bänke mit Kissen belegt werden sollen, damit eine möglichst gute Akustik erzielt werden kann.

Man wollte alles Schöne wie Bänke oder Täfer an den Seitenwänden erhalten. Beim Beleuchtungskonzept gab es ganz andere Auflagen punkto Qualität. Die Bedürfnisse bei Konzerten sind ganz unterschiedlich, was mit den gewählten Spot-Elementen gelöst werden kann. Je nach gewünschter Stimmung ist das Licht nun optimal durch ein Mischpult oder per Fernbedienung einsetzbar.

Neu ist der Windfang als modernes Element, und auch im Altarbereich schuf man eine neue, spezielle Atmosphäre. Ein Unterfluraufzug ermöglicht künftig zudem grösstmögliche Flexibilität punkto Einrichtung. Als zusätzliche Leistung vergrösserte man das Untergeschoss im Chor, um Platz für die Bühnenelemente zu gewinnen.

 

(Quelle: Glarner Nachrichten)